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07.
02.19

Das ändert sich im Jahr 2019

Das ändert sich im Jahr 2019

2019 bringt für Händler einige Stolpersteine mit sich. Neue Gesetze, zusätzliche Regelungen, abzuwartende Urteile – das neue Jahr birgt zahlreiche Neuerungen, die es zu beachten gilt. Hier den Überblick zu bewahren und relevante Themen herauszufiltern, fällt schwer. Wir haben für Sie zusammengefasst, was Sie als Unternehmer/in im (Online-)Handel wissen müssen: Das ändert sich 2019.

 

  • Erhöhung des Mindestlohns

Im neuen Januar steigt der gesetzliche Mindestlohn – und zwar von 8,84 Euro auf 9,19 Euro je Stunde. 2020 wird dieser nochmals um 16 Cent erhöht. Der gesetzliche Mindestlohn gilt nun bis auf wenige Ausnahmen für alle volljährigen Arbeitnehmer in Deutschland, unabhängig von der jeweiligen Branche. Nicht davon betroffen sind weiterhin Praktikanten, Langzeitarbeitslose und Ehrenamtliche. Mehr Infos hier.

  • Qualifizierungschancengesetz: Mehr Zuschüsse zu Fortbildungskosten

Betriebe erhalten seit Jahresbeginn mehr Geld für Weiterbildung – und zwar von der Bundesagentur für Arbeit. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sollen mit dem Qualifizierungschancengesetz unterstützt werden. Aber auch große Unternehmen werden bei der Investition in Ihre Mitarbeiter gefördert. Dabei gelten mehrere Bedingungen. Anspruch auf Förderung für Mitarbeiter besteht etwa nur, wenn deren Ausbildung bereits vier Jahre zurückliegt. Mehr Infos hier.

  • Neues Verpackungsgesetz

Mit dem 1. Januar 2019 hat das neue Verpackungsgesetz die Verpackungsordnung abgelöst. Wichtig: Wer als Händler Verpackungen zuerst gewerbsmäßig in Umlauf bringt, muss nun nicht mehr nur seiner Systembeteilungspflicht nachkommen, sondern auch die Beschaffenheiten des anfallenden Abfalls bei der neu geschaffenen Zentralen Stelle melden. So soll sowohl mehr Transparenz geschaffen, als auch eine flächendeckende Entsorgung gewährleistet werden. Sie sind noch ratlos? In unserem Artikel haben wir alles Nötige für Sie zusammengefasst.

  • Aufzeichnungspflicht für Online-Marktplätze

Durch den neuen Paragrafen im Umsatzsteuergesetz § 22e und § 22f UstG haften die Betreiber von Online-Marktplätzen in Deutschland nun für die Umsatzsteuer der dort agierenden Händler. Hintergrund ist, dass bisher bis zu eine Milliarden Euro an Steuern entwischt sein sollen, vor allem durch Online-Händler aus Drittstaaten. Doch auch deutsche Händler müssen ab sofort eine Bescheinigung über die steuerliche Registrierung vom Finanzamt vorlegen. Zudem müssen Online-Marktplätze die Daten ihrer Händler in Zukunft erfassen, um diese gegebenenfalls ausweisen zu können. Machen sie das nicht, haften sie, falls der entsprechende Händler die Steuer nicht begleicht. Mehr Infos hier.

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  • Verantwortung für Facebook-Fanpages und Like-Button

2018 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass Betreiber von Facebook-Fanpages für den Datenschutz der Nutzer mitverantwortlich sind. In der Praxis ist diese Verantwortung allerdings schwerlich umzusetzen, da sie selbst kaum Einfluss auf die Datenschutzvorgaben haben. Auch den Like-Button umranken datenschutzrechtliche Bedenken. Ende 2018 erklärte bereits der Generalstaatsanwalt des Europäischen Gerichtshof, dass Seitenbetreiber, die den Like-Button nutzen, für den Datenschutz mithaften. Fraglich ist, ob sich das Gericht dieser Ansicht in seinem Urteil anschließen wird. Mehr Infos hier.